Darmkrebs bei Senioren: Anzeichen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Darmkrebs ist eine gefährliche Krankheit, die leider auch viele ältere Menschen betrifft. Dieser Artikel erklärt die häufigsten Anzeichen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Darmkrebs bei Senioren.

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Anzeichen und Symptome von Darmkrebs bei älteren Menschen

Darmkrebs entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre, deshalb werden Anzeichen der Erkrankung anfangs oft übersehen oder falsch gedeutet. Bei älteren Menschen können die Symptome aufgrund anderer altersbedingter Beschwerden noch diffuser sein. Deshalb ist es wichtig, auf folgende mögliche Anzeichen von Darmkrebs zu achten:

Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier kann auf Polypen oder Tumore im Darm hinweisen, die bluten. Allerdings können auch harmlosere Ursachen wie Hämorrhoiden vorliegen. Veränderungen der Stuhlgewohnheiten wie plötzliche Durchfälle oder wechselnder Stuhlgang können ebenfalls auf Darmkrebs hindeuten, da viele ältere Menschen unter Verstopfung leiden. Anhaltende, krampfartige Bauchschmerzen im rechten Unterbauch treten oft bei Darmkrebstumoren auf und sind ein wichtiges Alarmsignal.

Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust können Symptome für einen Tumor sein, der den Darm verengt und die Nahrungsaufnahme behindert. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Blässe entstehen durch Blutarmut aufgrund von verdeckten Blutungen im Darm. Eine Eisenmangelanämie kann durch okkulten Blutverlust entstehen und äußert sich ebenfalls durch Müdigkeit und Blässe.

Bei Auftreten solcher diffuser Anzeichen sollten Senioren daher unbedingt ihren Arzt aufsuchen und eine Darmspiegelung durchführen lassen, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen. Je eher Darmkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen. In fortgeschrittenen Stadien treten meist konkretere Symptome auf wie blutige Stühle, deutliche Gewichtsabnahme, heftige Bauchschmerzen oder eine tastbare Geschwulst im Bauchraum. Doch diese eindeutigeren Anzeichen können auf ein bereits weit fortgeschrittenes Tumorstadium hindeuten, das schlechter zu behandeln ist.

Mögliche Risikofaktoren für Darmkrebs im Alter

Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Alter an Darmkrebs zu erkranken. Dazu zählen vor allem eine familiäre Vorbelastung, wenn bereits Verwandte ersten Grades wie die Eltern an Darmkrebs litten. Entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn begünstigen ebenfalls die Krebsentwicklung im Darm. Erbliche Genveränderungen beim Lynch-Syndrom sind mit einem deutlich höheren Darmkrebsrisiko verbunden.

Auch bestimmte Lebensstilfaktoren können das Risiko für Darmkrebs im Alter steigern. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und eine sehr fleisch- und fettreiche Ernährung erhöhen nachweislich die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken. Menschen mit starkem Übergewicht oder Adipositas haben im Alter ein deutlich höheres Risiko für Dickdarmtumore. Ebenso geht die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus mit einem leicht erhöhten Darmkrebsrisiko einher. Männer erkranken statistisch gesehen häufiger an Darmkrebs als Frauen. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das allgemeine Risiko für Darmkrebs deutlich an, sodass Vorsorgeuntersuchungen wie Darmspiegelungen besonders wichtig werden.

Senioren mit entsprechenden Risikofaktoren in der Familiengeschichte oder beim eigenen Lebensstil sollten daher die Angebote von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen konsequent nutzen. Regelmäßige Darmspiegelungen und Stuhltests auf okkultes Blut helfen, Darmkrebs frühzeitig zu entdecken, noch bevor deutliche Symptome auftreten. So lassen sich Darmtumore in einem gut behandelbaren Stadium erkennen und die Heilungschancen erhöhen.

Behandlungsmöglichkeiten für Darmkrebs bei Senioren

Liegt bei älteren Menschen Darmkrebs vor, kommt es bei der Therapieplanung maßgeblich auf das Tumorstadium an. In frühen Stadien, wenn der Tumor noch klein und örtlich begrenzt ist, bestehen gute Chancen auf Heilung durch minimal-invasive, schonende Verfahren. Kleine Polypen oder oberflächliche Tumore können oft endoskopisch durch eine Darmspiegelung vollständig entfernt werden. Mittels Hitze, Kälte oder Radiofrequenz lassen sich Tumore im Darm auch lokal abtöten. Eine Strahlentherapie kann Krebszellen gezielt zerstören und wirkt nur lokal, belastet den Körper insgesamt also kaum.

Medikamentöse Therapien wie eine Chemotherapie mit Tabletten oder eine Immuntherapie, die das körpereigene Abwehrsystem gegen den Tumor aktiviert, sind ebenfalls wenig belastend und ermöglichen eine ambulante Behandlung ohne Krankenhausaufenthalt. Sie können auch postoperative Tumorrezidive verhindern. Gezielte neue Medikamente gegen Wachstumsfaktoren von Tumorzellen, die sogenannte Targeted Therapy, zeigen gute Effekte bei vergleichsweise geringen Nebenwirkungen.

Solche sanften, nicht-invasiven Verfahren bergen gute Heilungschancen bei wesentlich weniger Belastungen und Nebenwirkungen als große operative Eingriffe. Sie eignen sich daher gut für Seniorinnen und Senioren, um die Lebensqualität während der Therapie zu erhalten. Dennoch können im fortgeschrittenen Stadium mit ausgedehntem Tumorwachstum oder bei Komplikationen wie einem Darmverschluss auch umfangreichere Operationen notwendig sein. Hier muss sorgfältig zwischen dem Nutzen und den Risiken etwa einer kompletten Darmresektion abgewogen werden.

Fazit

Darmkrebs tritt auch im Alter relativ häufig auf und erfordert Wachsamkeit für mögliche Anzeichen. Regelmäßige Vorsorge hilft, Tumore frühzeitig zu erkennen, wo sie sich oft noch schonend behandeln lassen. Die optimale Therapie für betagte Patienten sollte stets individuell festgelegt werden. Minimal-invasive Verfahren haben gute Erfolgschancen bei Erhalt der Lebensqualität. Auch große Operationen können aber sinnvoll sein, wenn sie die Lebenserwartung verlängern. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um ein Wiederauftreten zu verhindern.

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